#9

Wo bin ich zuhause?
Das frage ich mich schon sehr lang.
Ich hab gesucht, gewartet
– nix gefunden, nix gesehen.

Dachte ich.

Dann sah ich es,
betrachtete diese kleine verletzte Mädchen,
diese wütende pubertierende Halbfrau,
diese Frau mit diesem ziellosen Blick
in ihren braunen Augen.

Sie waren alle unterschiedlich
und doch so gleich.
Die gleichen Narben,
die gleichen Gefühle,
die gleiche Geschichte.

Ich ging auf sie alle zu,
reichte ihnen allen die Hand,
doch das einzige, was ich fühlte,
war der Spiegel an meiner Hand.

Mein Zuhause bin ich,
mit all meinem Schmerz,
mit all dieser Zeit,
in jeder Zelle meines Körpers.

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