#irgendwas

Ich bin sauer, so sauer. Und verletzt. Verletzt, weil du mich benutzt hast. Weil du mich im Stich gelassen hast. Ohne ein Wort. Von jtz auf gleich. Nur wenn du es für richtig befandest, sollte ich da sein. Nur dann, sonst nicht. Du warst nicht für mich da. Du hast mich verarscht, belogen und einfach so sehr verletzt. Eigentlich brauch ich mich nicht selbst fragen, ob ich dir je etwas bedeutet hab, denn die Antwort liegt klar auf der Hand. Trotzdem gabst du mir in gewissen Momenten das Gefühl. Doch es war nicht echt. In keiner Stunde, Minute, Sekunde. Ich war einfach nur ein Bedarfsgegenstand, ein Bedarfsmedikament. Nur für den Moment. Für nichts festes, nichts echtes, nichts ganzes. Keine Zuneigung. Keine Liebe. Ich hasse dich dafür. Ich hasse dich. Aber am meisten hasse ich mich. Ich hab es zugelassen. Ich hab dir Chancen geschenkt. Dir Vertrauen geschenkt. Dir Liebe geschenkt. Ich hab es zugelassen. Und nun? Nun bist du weg. Und ich fühle Schmerz. Schmerz, der mich durch und durch erfüllt. Schmerz, der mich nur wütend macht. Schmerz mit dem ich allein bin. Schmerz, den ich nur allzu gut kenne. Jede Erinnerung, jeder Geruch, jedes Bild von dir, ist Schmerz für mich. Und ich hasse dich. Hasse die Erinnerungen. Hasse es verletzt zu sein. Hasse es, dich immer noch zu lieben.

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#18

Vor dir, diese Mauer,
die ich nicht durchbreche,
die ich nicht verstehe.
Jede Frage prallt ab.
Alles, was ich sage,
hörst du nicht.
Alles, was ich tue,
siehst du nicht.
Jeder Vorschlaghammer wird zu Gummi.
Jeder Brief wird in der Luft zerfetzt.
Doch ich geb nicht auf,
ich geb nicht auf.

#17

Ist es wirklich Wut?
Es macht den Anschein, im ersten Moment.
Es ist die erste Reaktion, das Alibi um mich mit dem wirklichen Gefühl nicht verletzbar zu machen. Wut beschützt mich, vor den Gefühlen, die mir wehtun, die ich eigentlich aussprechen müsste. Es sind Gefühle über die ich nicht sprechen will und vor allem nicht kann. Diese Gefühle sind entstanden durch Verletzungen, die bis heute nicht verheilt sind, vor denen ich mich schützen muss, die in meinem Kopf vergraben sind. Sie sind wie weißen Flecken auf einer Landkarte. Weißen Flecken, die mir gefährlich werden können. Weiße Flecken, die ich irgendwann erst entdecken werde.
Also nein, es ist keine Wut.. Es ist nur mein Schutzpanzer der brüllt, den ich ab und zu mal vergesse abzunehmen.

#16

Ich sollte dir all das sagen
all das, was mich beschäftigt,
all das, was mich bewegt,
all das, was meine Nächte schwer macht,
all das, was mich so oft erschlägt.

Ich sollte auf dich zugehen,
ich sollte dir meine Hand reichen,
ich sollte dir in die Augen sehen,
ich sollte dir zeigen, wer ich bin.
Ich sollte, doch ich konnte nicht.

Mein Herz, das ist zunächst geschlossen,
verborgen hinter einem ‚betreten verboten‘.
Es ist halt eher schüchtern,
vor allem so ganz nüchtern.

Irgendwann zeig‘ ich dir meine Welt,
irgendwann halte ich deine Hand,
irgendwann verschwindet meine Armee,
irgendwann lass‘ ich dich in mein Herz,
irgendwann, wenn all das nicht mehr schmerzt.

#15

So viel hatte mir das kurze ‚wir‘ gegeben
und so wenig ist davon geblieben.
Deine Lippen formten plötzlich ein ‚geh jetzt!‘,
doch deine Augen sprachen ein ‚Bleib genau hier!‘.
Mein Kopf glaubte deinen Lippen,
doch an deinen Augen hing‘ mein Herz.

Und ich dachte, dass ich das alles von dir brauch‘,
dass ich das alles von dir will
und ich ohne dich nicht kann.
Doch mein Kopf überzeugte mein  Herz,
dass man nicht ewig warten kann..

#14

Und dann passiert es wieder und der Schmerz nimmt dich ein,
dein Kopf explodiert, jede Faser deines Körpers sticht.
Du suchst nach einem Ventil, denn es pumpt den Schmerz weiter in dich rein.

Es ist wie ein Schmerz der fortwährend zunimmt,
dessen Ursachen du nicht kennst.

Deine Gefühle sind wie eine Achterbahnfahrt, die nie endet, nie pausiert.
Nur manchmal bevor es nach weit oben oder nach ganz unten geht,
hält der Wagen kurz an.

Du kennst den Weg genau, doch du weißt nie,
ob grüne Wiesenfelder oder Glasscherben deine nackten Füße spüren.
Aber egal, was es ist, du musst da durch.

..und am Ende stärkt dich jedes Lächeln
und jede Narbe für den nächsten Tag auf deinem Weg.

#13

Wir haben doch nur ein Leben.

Wir gehen zur Schule,
doch lernen nur Mathe.
Wir machen es anderen Recht,
doch bekommen nur Geld.
Wir sind für andere da,
doch existieren nur.
Wir verletzen uns selbst,
aber wollen nur Schutz.
Wir lieben fast jeden,
doch niemals bloß uns.
Wir vergessen uns selbst
und gehen kaputt..

Aber wir haben doch nur dieses eine Leben!