#8

Das ist mein Leben!

Meine Kraft,
meine Liebe,
meine Emotionen
meine Gefühle,
mein Wille,
mein Mut,
meine Entscheidungen,
meine Entschlüsse,
mein Weg,
meine Probleme,
meine Lösungen,
meine Wunden,
meine Narben.

Mein verdammt geiles zickiges gutes Kackleben.

Mein Chaos.

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#7

Du verwirrst mich,
mit deinem Hin und Her,
mit deinem Wollen und nicht Wollen,
mit deinem Lieben und Lassen.

Du beeindruckst mich,
mit deiner Empathie,
mit deinen liebevollen blauen Augen,
mit dem Gefühl, welches du mir gibst,
wenn du bei mir bist.

Du spiegelst mich,
mit deiner unstillbaren Sucht nach Nähe,
mit deinem angsterfüllten Körper,
mit deinem schönen schmerzerfüllten Blick.

Du bist wie ich, nur anders.

#5

Wo bist du denn nur?
Wo hat es dich hingetrieben?
Haben dich meine Gedanken oder gar meine Angst vertrieben?

Du hättest mich doch anbrüllen können, um deinen Willen durchzusetzen.
Du hättest mich doch um mehr Platz bitten können.
Du hättest mir doch sagen können, was dich dazu bringt,
dich mehr und mehr zu verstecken.
Wo bist du denn nur?

Ich bin jetzt bereit für dich.
Bereit um in die Schlacht zu ziehen.
Bereit trotz vergangener Niederlagen, jeden bevorstehenden Kampf auszutragen.
Bereit dafür, unsere Freiheit im Sturm zu erobern.

Also sag mir Mut: Wo bist du denn nur?

#4

Und ich bin in einem Raum,
mit fensterlosen Wänden.
Sie sind weit entfernt
und dennoch so bedrängend.

Der Boden nass und kalt,
verursacht Gänsehaut, die mich umkrallt.

Meine Narben sensibel, schreien still in den Raum.
Meine Augen beobachten blind, sie glauben es kaum.
Meine Tränen, sie flüchten, fürchten den Schmerz.
Meine Gänsehaut geht bis in mein Herz.

Um meinen Hals, der Schlüssel
für die Tür, die mich befreit.
Doch ich bleib stehen,
ich bin noch nicht bereit.

Und der Boden, er ist so schön nass und kalt.

#3

Du – meine Maske – meine treuste Begleiterin,
meine Beschützerin und Dauerlächlerin,
musst jetzt gehen.
Es ist an der Zeit.
Ich bin nun bereit für die vergangenen Taten
und die verdrängten Erinnerungen.
Wir waren ein gutes Team,
doch wir haben uns auseinandergelebt.
Danke für all die Jahre,
in denen du meine Tränen zurück gehalten
und meinen Schmerz weg gelächelt hast.
Danke dafür.

#2

Ich bin nicht gestört, anders oder komisch.
Ich bin ein Mensch mit Fehlern, Erfahrungen und Narben.
Ich suche meinen Weg zum richtigen Leben,
nicht zum Perfekt sein.
Ich möchte in meiner Herzruine tanzen
und nicht aus Angst vor meinen Monstern in der Ecke hocken.
Ich möchte mich nicht von meinem Inneren zerfetzen lassen,
sondern alles um mich herum genießen.
Ich möchte all die Fesseln und Ketten durchbrechen.
Ich möchte, will und werde leben.

Irgendwann.