#20

Hab‘ nach dir gesucht, gefragt,
mich nach dir gesehnt.
Dich dann endlich gesehen.
Hab‘ deine Lippen geschätzt,
mich in deinen Augen verloren.

Hast meine Seele berührt,
mit deiner liebevollen Stimme.
Hast mir Momente geschenkt,
an die ich mich für immer erinner.

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#16

Ich sollte dir all das sagen
all das, was mich beschäftigt,
all das, was mich bewegt,
all das, was meine Nächte schwer macht,
all das, was mich so oft erschlägt.

Ich sollte auf dich zugehen,
ich sollte dir meine Hand reichen,
ich sollte dir in die Augen sehen,
ich sollte dir zeigen, wer ich bin.
Ich sollte, doch ich konnte nicht.

Mein Herz, das ist zunächst geschlossen,
verborgen hinter einem ‚betreten verboten‘.
Es ist halt eher schüchtern,
vor allem so ganz nüchtern.

Irgendwann zeig‘ ich dir meine Welt,
irgendwann halte ich deine Hand,
irgendwann verschwindet meine Armee,
irgendwann lass‘ ich dich in mein Herz,
irgendwann, wenn all das nicht mehr schmerzt.

#15

So viel hatte mir das kurze ‚wir‘ gegeben
und so wenig ist davon geblieben.
Deine Lippen formten plötzlich ein ‚geh jetzt!‘,
doch deine Augen sprachen ein ‚Bleib genau hier!‘.
Mein Kopf glaubte deinen Lippen,
doch an deinen Augen hing‘ mein Herz.

Und ich dachte, dass ich das alles von dir brauch‘,
dass ich das alles von dir will
und ich ohne dich nicht kann.
Doch mein Kopf überzeugte mein  Herz,
dass man nicht ewig warten kann..

#11

Ich wünschte ich wäre
ein Blatt im Wind,
eine Wolke im Himmel,
oder ein Delfin im Ozean.

Ich wünschte ich wäre
eine Landstreicherin,
auf einer einsamen Insel
oder eine Löwin.

Ich wünschte ich wäre
ein bisschen mehr ich,
ein bisschen weniger ich
oder ein bisschen ganz anders.

Ich wünschte ich wäre
zufrieden,
frei
oder vielleicht einfach nur ich.

#10

Du bist der fette Eisberg,
der meine Titanicschale zum brechen bringt.

Du bist meine Achillesferse,
die mich in die Knie zwingt.

Du bist meine Gummizelle,
die mich nachts beschützt.

Du bist mein Kampfgeist,
der meine Ängste bezwingt.

Du bist meine Schlucht,
die mich zum Boden der Tatsachen bringt.

Du bist meine Person,
die mich in- und auswendig kennt.

#9

Wo bin ich zuhause?
Das frage ich mich schon sehr lang.
Ich hab gesucht, gewartet
– nix gefunden, nix gesehen.

Dachte ich.

Dann sah ich es,
betrachtete diese kleine verletzte Mädchen,
diese wütende pubertierende Halbfrau,
diese Frau mit diesem ziellosen Blick
in ihren braunen Augen.

Sie waren alle unterschiedlich
und doch so gleich.
Die gleichen Narben,
die gleichen Gefühle,
die gleiche Geschichte.

Ich ging auf sie alle zu,
reichte ihnen allen die Hand,
doch das einzige, was ich fühlte,
war der Spiegel an meiner Hand.

Mein Zuhause bin ich,
mit all meinem Schmerz,
mit all dieser Zeit,
in jeder Zelle meines Körpers.