#irgendwas

Ich bin sauer, so sauer. Und verletzt. Verletzt, weil du mich benutzt hast. Weil du mich im Stich gelassen hast. Ohne ein Wort. Von jtz auf gleich. Nur wenn du es für richtig befandest, sollte ich da sein. Nur dann, sonst nicht. Du warst nicht für mich da. Du hast mich verarscht, belogen und einfach so sehr verletzt. Eigentlich brauch ich mich nicht selbst fragen, ob ich dir je etwas bedeutet hab, denn die Antwort liegt klar auf der Hand. Trotzdem gabst du mir in gewissen Momenten das Gefühl. Doch es war nicht echt. In keiner Stunde, Minute, Sekunde. Ich war einfach nur ein Bedarfsgegenstand, ein Bedarfsmedikament. Nur für den Moment. Für nichts festes, nichts echtes, nichts ganzes. Keine Zuneigung. Keine Liebe. Ich hasse dich dafür. Ich hasse dich. Aber am meisten hasse ich mich. Ich hab es zugelassen. Ich hab dir Chancen geschenkt. Dir Vertrauen geschenkt. Dir Liebe geschenkt. Ich hab es zugelassen. Und nun? Nun bist du weg. Und ich fühle Schmerz. Schmerz, der mich durch und durch erfüllt. Schmerz, der mich nur wütend macht. Schmerz mit dem ich allein bin. Schmerz, den ich nur allzu gut kenne. Jede Erinnerung, jeder Geruch, jedes Bild von dir, ist Schmerz für mich. Und ich hasse dich. Hasse die Erinnerungen. Hasse es verletzt zu sein. Hasse es, dich immer noch zu lieben.

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#20

Hab‘ nach dir gesucht, gefragt,
mich nach dir gesehnt.
Dich dann endlich gesehen.
Hab‘ deine Lippen geschätzt,
mich in deinen Augen verloren.

Hast meine Seele berührt,
mit deiner liebevollen Stimme.
Hast mir Momente geschenkt,
an die ich mich für immer erinner.

Gefühlschaos 24.09.2017

In den letzten Tagen kam wieder diese Wut in mir hoch. Wut gegenüber Freunden von mir, welche mich überaus nervt. Eigentlich ist es auch keine Wut, ich bin sehr verletzt. In deren Augen erscheint es höchstwahrscheinlich harmlos, aber für mich ist es furchtbar. Es ist wieder dieses Gefühl ungewollt und wertlos zu sein. Ich fühle mich dann überflüssig und dieses Gefühl nimmt mich ein, so komplett. Ich habe diesen beiden Freunden wehzutun, indem ich Sachen sage mit denen die beiden eigentlich nicht einmal etwas anfangen können und die vermutlich sehr verletzend sind. Ich gebe mir mühe diesem Impuls nicht nachzugehen bzw. versuche ich mir immer wieder klarzumachen, dass es sich hier um Gefühle aus der Vergangenheit handelt.. aber dieses Überprüfen ist anstrengend. Und dieses Gefühl niemals gut genug zu sein, tut schrecklich weh. Es ist aufgestauter Schmerz, der meinen ganzen Körper einnimmt.. als würde von Innen alles wehtun. Ich möchte so gern die Erinnerungslücken füllen und verstehen, warum es so wehtut, aber ich glaube es wird niemals präzise Antworten geben, auf keine meiner Fragen. Ich fühle mich hilflos und machtlos. Zeitweise bekomme ich Bilder und Gefühle in meinen Körper, die mich überwältigen und keinen Sinn ergeben. Wut, Angst, Ekel.. Immer wieder fühlt es sich so.. und dann kommt der Druck sich selbst zu verletzen.. aber ich halte durch. Heute sind es 129 Tage ohne und jeder Tag zählt. Das will ich nicht aufgeben.

#17

Ist es wirklich Wut?
Es macht den Anschein, im ersten Moment.
Es ist die erste Reaktion, das Alibi um mich mit dem wirklichen Gefühl nicht verletzbar zu machen. Wut beschützt mich, vor den Gefühlen, die mir wehtun, die ich eigentlich aussprechen müsste. Es sind Gefühle über die ich nicht sprechen will und vor allem nicht kann. Diese Gefühle sind entstanden durch Verletzungen, die bis heute nicht verheilt sind, vor denen ich mich schützen muss, die in meinem Kopf vergraben sind. Sie sind wie weißen Flecken auf einer Landkarte. Weißen Flecken, die mir gefährlich werden können. Weiße Flecken, die ich irgendwann erst entdecken werde.
Also nein, es ist keine Wut.. Es ist nur mein Schutzpanzer der brüllt, den ich ab und zu mal vergesse abzunehmen.

#16

Ich sollte dir all das sagen
all das, was mich beschäftigt,
all das, was mich bewegt,
all das, was meine Nächte schwer macht,
all das, was mich so oft erschlägt.

Ich sollte auf dich zugehen,
ich sollte dir meine Hand reichen,
ich sollte dir in die Augen sehen,
ich sollte dir zeigen, wer ich bin.
Ich sollte, doch ich konnte nicht.

Mein Herz, das ist zunächst geschlossen,
verborgen hinter einem ‚betreten verboten‘.
Es ist halt eher schüchtern,
vor allem so ganz nüchtern.

Irgendwann zeig‘ ich dir meine Welt,
irgendwann halte ich deine Hand,
irgendwann verschwindet meine Armee,
irgendwann lass‘ ich dich in mein Herz,
irgendwann, wenn all das nicht mehr schmerzt.